Gott wird nicht größer, wenn du ihn verehrst, aber du wirst größer und glücklich

Messdiener

Was sind Messdiener?

Schon gewusst? Messdiener werden auch Ministranten genannt. Das Wort „Ministrant“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen. Es kann übersetzt werden mit: Jemand, der dient. Nun ist dienen wohl etwas, dass viele mit Unterwürfigkeit und Unfreiheit verbinden. Doch damit hat dienen in unserem Sinn gar nichts zu tun! Als Ministrant/in bist Du in den Dienst genommen. Als Ministrant übernimmst du eine Aufgabe für andere Menschen. Darauf kannst Du stolz sein!

Bei Gottesdiensten, kirchlichen Festen und Veranstaltungen sind wir immer live dabei. Wir erfüllen durch unseren Dienst eine wichtige liturgische Funktion und tragen dazu bei, dass die Messe feierlicher wird. Aber Ministrant/in sein ist nicht nur Dienst am Altar oder in der Liturgie! Wir wollen eine starke Gemeinschaft werden und planen viele Aktionen z.B. Ausflüge, Miniwochenenden, Feste und Feiern oder regelmäßige Ministunden mit Spiel und viel Spaß. Natürlich können wir auch mal über ernste Dinge sprechen, denn in unserer Gemeinschaft ist einer für den anderen da! Ministrant/in werden: Eine Überlegung – auch für Dich!

  • Um Dienst zu tun für Gott aber auch für die Pfarrgemeinde (nichts anderes bedeutet ministrieren).
  • Um die Freundschaft zu Jesus zu pflegen.
  • Um eine eigenständige Funktion im Gottesdienst zu übernehmen.
  • Um kirchliche Feste hautnah mitzuerleben.
  • Um Teil einer starken Gemeinschaft zu sein.
  • Um mit anderen Jugendlichen Unternehmungen durchzuführen.
  • Um das Leben einer Pfarrgemeinde attraktiv mitzugestalten.
  • Und natürlich auch: Um sehr viel Spaß zu haben!!!
  • Ministrant/in zu sein ist alles andere als cringe!

Auch viele Stars waren früher Messdiener: z.B. Stefan Raab, Xavier Naidoo, Joachim Löw, Miroslav Klose. Also: probe deinen großen Auftritt schon heute bei uns!

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Was wir so machen

Liebe Kinder und Jugendliche, wir sind die Messdiener*innen aus dem Pastoralverbund Dortmunder Westen. Mit „wir“ sind Jungen und Mädchen zwischen 9 und 26 Jahren gemeint.

Was machen wir als Messdiener denn so? Wir Messdiener haben viele Aufgaben. Zum Beispiel halten wir bei der Lesung des Evangeliums die Kerzenleuchter. Wir helfen auch bei der Gabenbereitung für die Eucharistiefeier, schwenken das Weihrauchfass, läuten die Altarschellen während der Gabenbereitung und sammeln manchmal die Spenden der Gottesdienstbesucher ein. Hinzu kommen noch Sonderdienste beispielsweise die Begleitung von Prozessionen, Taufen, Beerdigungen und Hochzeiten.

Aber das ist natürlich nicht alles, wir treffen uns auch regelmäßig außerhalb der Gottesdienste als Gruppe. Zum einen um für unseren Dienst zu üben. Zum anderen um einfach Spaß als Gruppe zu haben, sei es im Kino, beim Eis essen, in der Vorweihnachtszeit beim Plätzchen backen und bei vielem mehr.


Die Anmeldung für den Ausflug am 29.04. befindet sich hier.

Was für Gewänder tragen Messdiener eigentlich?

Oft tragen Ministranten einen schwarzen oder roten Talar und einen dazugehörigen Kragen. Ein Talar ist ein meist knöchellanges langes Hemd mit weiten Ärmeln. Der Talar soll die Alltagskleidung verdecken. Dadurch soll deutlich werden, dass es nicht auf die Kleidung ankommt und ob jemand reich oder arm ist, sondern dass es nur auf den Menschen ankommt.
In einigen unserer Kirchen wird der Talar in der liturgischen Farbe des Tage getragen (rot, weiß, grün oder violett).

Über dem Talar wird meist ein weißes Chorhemd getragen, dass an das Taufkleid erinnert.

Statt Talar und Chorhemd kann auch ein knöchellanges weißes Gewand, die Albe, getragen werden. Bei ihr ist die Beziehung zum Taufkleid besonders deutlich.
Eine Kordel, das sogenannte Zingulum, wird oft zum Gürten des Talars oder der Albe genutzt. Es soll daran erinnern, dass wir immer bereit sein sollen Gott zu folgen, wenn er uns ruft.
„Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft“.

Eine Kette mit einem einem Kreuz oder einer Plakette ergänzen die Ausstattung.

360.000

Ja, richtig gelesen. 2021 gab es in Deutschland ca. 360.000 Messdiener und Messdienerinnen.
Der Anteil der Ministranten an der Gruppe der gleichaltrigen Katholiken liegt bei etwa 8,7 Prozent. Etwa 30.000 Ministranten beginnen jährlich in der Regel nach der Erstkommunion ihren Dienst.
Die Altersgruppe der bis 25-Jährigen hat daran einen Anteil von circa 98 Prozent. Der Anteil auch erheblich älterer Erwachsener hat dabei etwas zugenommen.

Warum sind wir Messdiener?

Der heilige Augustinus hat einmal gesagt: „Gott wird nicht größer, wenn du ihn verehrst; aber du wirst größer und glücklicher, wenn du ihm dienst“. Genau aus diesem Grund sind wir Messdiener.

Wir hoffen wir konnten dir einen kleinen Einblick in unsere Aufgaben geben. Falls dich das Ganze neugierig gemacht hat und du selber auch Messdiener sein möchtest, dann bist du uns herzlich Willkommen.

Liebe Grüße eure Messdiener

 

 

Messdiener Lütgendortmund

Sebastian Becker 017699602299 E-Mail: sebastianbecker94@gmx.de

Messdiener Oespel-Kley

Neuer Kontakt folgt in Kürze

Messdiener Bövinghausen

Laura Drossel 01629829936, E-Mail: lauradrossel@gmx.de

Entstehung der Messdiener

Biblischer Ursprung

Messdiener machen deutlich, dass der Pastor den Gottesdienst nicht allein feiert. Das war schon zu biblischen Zeiten so. Der Apostel Paulus schrieb der Gemeinde in Korinth zum Beispiel folgendes: „Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen, ein anderer deutet es. Alles geschehe so, dass es aufbaut.“ 1Kor 14,26

 

Mittelalter 

Ab dem 8. Jahrhundert waren Messdiener aus dem Gottesdient nicht mehr wegzudenken. Durch eine stark steigende Priesterzahl, die alle täglich Gottesdienste feierten, wurden sogenannte Privatmessen eingeführt. Dies waren Gottesdienste, die ohne Gemeinde gefeiert wurden. Da Gottesdienste aber nicht alleine gefeiert werden dürfen, mussten mindestens zwei Messdiener dem Priester zur Seite stehen.

Seit dem 8. Jahrhundert bis in die Neuzeit gab es ein Idealbild des Messdieners: die sogenannten „Klerikerministranten“. Das waren Jungen, die sich bereits als Kind auf die Priesterweihe vorbereiteten, in die Liturgie eingeführt wurden und Latein lernten, weil die Sprache des Gottesdienstes Latein war.

Da damals wie heute (leider) nur Männer Priester werden konnten, konnten zur damaligen Zeit auch nur Jungen Messdiener werden. Das änderte sich auch mit der Neuordnung der liturgischen Dienste durch das Konzil von Trient nicht (1545–1563).

 

Entwicklung des heutigen Messdienerdienstes

Das Zweite Vatikanische Konzil gab Mitte der 1960er Jahre den Weg frei für grundlegende Änderungen im Gottesdienst: Die heilige Messe kann seitdem in der jeweiligen Landessprache gefeiert werden, und der Priester steht bei der Zelebration oft am sogenannten „Volksaltar“. Ziel dieser Erneuerung war die „tätige Teilnahme“ aller am Gottesdienst. Jeder sollte verstehen und mitvollziehen können, was gefeiert wird.

Messdiener übernehmen  nun stellvertretend für die Gemeinde bestimmte Aufgaben im Gottesdienst. Wenn sie zur Gabenbereitung Brot, Wein und Wasser zum Altar bringen, zeigt dies an, dass die Gemeinde insgesamt ihre Opfergaben zusammen mit ihren Sorgen, Bitten, Dank und Freude zum Altar bringen. Bei Prozessionen verdeutlichen Messdiener, dass die Kirche als „pilgerndes Gottesvolk“ unterwegs zu  Jesus ist. Alle Aufgaben der Messdiener im Gottesdienst tragen dazu bei, dass die Bedeutung des Gottesdienstes als Handlung der ganzen Kirche verstanden werden kann, und er keine Privatsache des Priesters ist.