Kita St. Magdalena

Konzeption

Dies ist die Darstellung unseres pdagogischen Konzeptes.

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

      1.1 Vorwort

      1.2 Aus der Geschichte

      1.3 Gesetzliche Grundlagen

      1.4 Leitbild

      1.5 Übergeordnete Qualitätsziele

 

2. Die Einrichtung stellt sich vor

      2.1 Profil des Kindergartens

      2.2 Das Team

      2.3 Umfeld und Einzugsgebiet

      2.4 Räumlichkeiten

      2.5 Zeiten

 

3. Erziehungs – und Bildungsauftrag

      3.1 Religiöse Bildung und Erziehung

      3.2 Alltagsintegrierte Sprachförderung

      3.3 Bewegungserziehung

      3.4 Weitere Bildungsbereiche

                  3.4.1Bildungsbereich Körper, Gesundheit und Ernährung

                  3.4.2 Bildungsbereich Mathematik

                  3.4.3 Bildungsbereich Medien

                  3.4.4 Bildungsbereich Musik – Ästhetik

                  3.4.5 Bildungsbereich Naturwissenschaft und Technik

                  3.4.6 Bildungsbereich Ökologie

                  3.4.7 Bildungsbereich Sozial – Kulturell – Interkulturell

 

4. Grundlagen und Ziele unserer pädagogischen Arbeit

      4.1 Eingewöhnung

      4.2 Inklusion

      4.3 Partizipation

      4.4 Qualitätsentwicklung

      4.5 Dokumentation

 

5. Betreuungsangebot und Inhalte

      5.1 Neuaufnahmen

      5.2 Betreuung und Pflege für Kinder unter 3

                  5.2.1 Übergang von U3 in Ü3 Gruppen

      5.3 Betreuung der Kinder im letzten Kindergartenjahr

      5.4 Betreuung 45 Stunden

 

6. Zusammenarbeit

      6.1 Eltern

      6.2 Träger

      6.3 Kooperationspartner

7. Präventionsordnung

8. Öffentlichkeitsarbeit

     

 

 

 

1. Einführung

1.1 Vorwort

Dies ist die Darstellung unseres pädagogischen Konzeptes. Es gibt wichtige Informationen über unseren Kindergarten und Einblicke in unsere tägliche Arbeit.

 

Vorgestellt werden unser Leitbild und unsere Qualitätsziele, die Geschichte des Kindergartens, organisatorische, räumliche und personelle Rahmenbedingungen, sowie die Zusammenarbeit mit den Eltern, der Gemeinde und anderen Kooperationspartnern.

Schwerpunkt sind unsere pädagogischen Erziehungs- und Bildungsziele in den unterschiedlichen Bildungsbereichen und ihre jeweilige Umsetzung im Kindergartenalltag.

 

Als katholischer Kindergarten unserer Gemeinde St. Magdalena, möchten wir die Kinder im Leben begleiten und im Glauben bestärken.

 

Die Mitarbeiterinnen

des Kindergartens St. Magdalena

                                                                  

 

 

 

 

 

 

1.2 Aus der Geschichte des Kindergartens

Der Kindergarten hat eine lange Tradition, die eng mit der Geschichte der Kirchengemeinde St. Magdalena verbunden ist.

Während des Ersten Weltkrieges gründeten Franziskaner - Ordensschwestern eine Nähstube für junge Mütter im Klostergebäude am Marienborn. Zwangsläufig mussten auch die Kinder, die von den Müttern mitgebracht wurden, betreut werden. Aus diesen Anfängen entwickelte sich der Kindergarten. Bis 1966 wurde er von den Ordensschwestern geleitet und dann von weltlichen Erzieherinnen übernommen , aber noch weiterhin vom Barbara Hospital verwaltet. Als 1972 das Kindergartengesetz des Landes NRW in Kraft trat , übernahm die Katholische Kirchengemeinde St. Magdalena als alleiniger Träger die verantwortliche Leitung und Verwaltung. In den Jahren 1970 bis 1972 wurde der Kindergarten im alten Klostergebäude erweitert .Der große Bedarf an Kindergartenplätzen erforderte dann jedoch einen Neubau. Im Frühjahr 1995 war der erste Spatenstich für einen Neubau an der Bleichstraße/ Marienborn. Im April 1996 konnte der Neubau mit Plätzen für                           75 Kinder(bislang nur für 50 Kinder) bezogen werden.

Im Rahmen der Schaffung von Kindergartenplätzen für Kinder unter 3, wurde die Einrichtung erneut umgebaut und umstrukturiert. Seit August 2014 werden insgesamt 53 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren, in drei verschiedenen Gruppenformen betreut.

Auch heute versteht sich der Kindergarten als Teil der Gemeinde und des Gemeindelebens, der einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Familien und der Weitergabe des Glaubens und christlicher Werte leistet.

 

 

 

 

 

 

 

 

1.3 Gesetzliche Grundlagen

Die gesetzlichen Grundlagen für die Arbeit in unserer Einrichtung, finden sich im Grundgesetz, im SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz KJHG - Artikel 1 des Gesetzes vom 26. Juni 1990, BGBl. I S. 1163) in der UN – Kinderrechtskonvention im Bundeskinderschutzgesetz und im Kinderbildungsgesetz NRW.

Das Kinderbildungsgesetz NRW regelt seit dem 01.08.2008 die Grundlagen der Arbeit von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege.
Im Kinderbildungsgesetz (kurz KiBiz) wird der pädagogische Auftrag von Kindertageseinrichtungen folgendermaßen umrissen:

§ 3 Aufgaben und Ziele
(1) Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege haben einen eigenständigen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag.
(2) Die Förderung des Kindes in der Entwicklung seiner Persönlichkeit und die Beratung und Information der Eltern insbesondere in Fragen der Bildung und Erziehung sind Kernaufgaben der Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege. Das pädagogische Personal in den Kindertageseinrichtungen und die Tagespflegepersonen (Tagesmutter oder -vater) haben den Bildungs- und Erziehungsauftrag im regelmäßigen Dialog mit den Eltern durchzuführen und deren erzieherische Entscheidungen zu achten.

§ 9 Zusammenarbeit mit Eltern
(1) Das Personal der Kindertageseinrichtungen sowie Tagesmütter und –väter arbeiten mit den Eltern bei der Förderung der Kinder partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen. Die Eltern haben einen Anspruch auf eine regelmäßige Information über den Stand des Bildungs- und Entwicklungsprozesses ihres Kindes.
Absatz 2-5 regeln die Zusammenarbeit mit Eltern im Rat der Tageseinrichtung. Die Inhalte werden im Menüpunkt Elternrat weiter erläutert.

§ 13 Grundsätze der Bildungs- und Erziehungsarbeit
(1) Tageseinrichtungen führen die Bildung, Erziehung und Betreuung nach einem eigenen träger- oder einrichtungsspezifischen pädagogischen Konzept durch.
(2) Die Bildungs- und Erziehungsarbeit zielt darauf ab, das Kind unter Beachtung der in Artikel 7 der Landesverfassung des Landes Nordrhein-Westfalen genannten Grundsätze in seiner Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern, es zu Verantwortungsbereitschaft, Gemeinsinn und Toleranz zu befähigen, seine interkulturelle Kompetenz zu stärken, die Herausbildung kultureller Fähigkeiten zu ermöglichen und die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten in allen Entwicklungsbereichen zu unterstützen.
(3) Die Einrichtungen haben ihre Bildungskonzepte so zu gestalten, dass die individuelle Bildungsförderung die unterschiedlichen Lebenslagen der Kinder und ihrer Eltern berücksichtigt und unabhängig von der sozialen Situation der Kinder sichergestellt ist. Die Einrichtungen sollen die Eltern über die Ergebnisse der Bildungsförderung regelmäßig unterrichten.
(4) Die Kinder wirken bei der Gestaltung des Alltags in der Kindertageseinrichtung ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend mit.
(5) Die Entwicklung des Kindes soll beobachtet und regelmäßig dokumentiert werden. Die Bildungsdokumentation setzt die schriftliche Zustimmung der Eltern voraus.
(6) Zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages gehört die kontinuierliche Förderung der Sprachentwicklung des Kindes im Sinne des § 22 Abs. 3 SGB VIII. Das pädagogische Konzept nach Absatz 1 muss Ausführungen zur Sprachförderung enthalten. Verfügt ein Kind nicht in altersgemäß üblichem Umfang über deutsche Sprachkenntnisse, hat die Tageseinrichtung dafür Sorge zu tragen, dass es eine zusätzliche Sprachförderung erhält. Soweit ein Kind an zusätzlichen Sprachfördermaßnahmen in der Tageseinrichtung teilnimmt, hat die Tageseinrichtung auf Wunsch der Eltern die Teilnahme zu bescheinigen.

 

 

 

1.4 Leitbild

 

Wer den Kindergarten betritt, der schaut direkt auf ein Bild des Künstlers Ulrich Langohr. Es ist uns zum Leitbild für unsere pädagogische Arbeit geworden.

Jesus empfängt offen die zu ihm kommenden Kinder mit ihrem Spielzeug. In ihrer Individualität und Einmaligkeit nimmt er sie an - so, wie sie sind. Unter dem schützenden Dach des grünenden Baumes und bei ihm fühlen sie sich geborgen und werden zu einer Gemeinschaft zusammengeführt.

So wie die Natur, der Baum und die Tiere eine Schöpfung Gottes sind, so sind es auch die uns von den Eltern anvertrauten Kinder.

Der Kindergarten ist ein Haus der Geborgenheit und der Begegnung für Kinder und Eltern. In ihm werden die Kinder kindgemäß und auf der Grundlage des christlichen Glaubens in ihrer gesamten Entwicklung begleitet

 

 

 

 

1.5 Übergeordnete Qualitätsziele

 

Als katholische Einrichtung sind der Glaube, die Nächstenliebe, der Schutz der Schöpfung, sowie christliche Traditionen wichtiger Bestandteil unseres Alltages.

 

 

Wir nehmen das Kind als eigenständige, von Gott geliebte Persönlichkeit wahr, mit seinen individuellen Fähigkeiten, Begabungen und Lebenswelten und lassen uns darauf ein, wie das Kind die Welt sieht und erfährt.

 

 

Wir geben dem Kind in unserem geregelten Tagesablauf Freiräume, ebenso wie Grenzen und helfen ihm beim Einhalten von Regeln, die ihm die Sicherheit geben, sich nach seinen Möglichkeiten zu entfalten und Beziehungen zu gestalten.

 

 

Das Kind erfährt bei uns in seiner Entwicklung Aufmerksamkeit, Zuwendung und verlässliche Beziehungen, ohne die keine Bildung möglich ist.

 

 

 

 

Beim aktiven Mitgestalten und Miterleben der Feste und Feiern im Kirchenjahr, wachsen die Kinder in die Gemeinschaft hinein und erfahren Orientierung und Sicherheit.

 

 

In der Zusammenarbeit mit Eltern praktizieren wir einen offenen und partnerschaftlichen Umgang und begegnen ihnen mit einer wertschätzenden und vertrauensvollen Gesprächs – und Kooperationsbereitschaft.

 

 

 

Innerhalb unserer Gemeinde sind wir ein wichtiger Lebensraum für Familien und schaffen Möglichkeiten die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu erleben.

 

 

 

Wir, als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, praktizieren einen kooperativen und hilfsbereiten Umgang miteinander, der von gegenseitigem Vertrauen und Respekt und unserem christlichen Menschenbild, geprägt ist.

 

Wir übernehmen Verantwortung in unserer Arbeit, führen kollegiale Beratungen durch und unterstützen uns gegenseitig in unserer Professionalität.

 

 

 

Die katholische Kirchengemeinde St. Magdalena nimmt ihre Verantwortung als Träger wahr, durch Beratung ebenso wie durch die Schaffung personeller, finanzieller und materieller Rahmenbedingungen.

  

 

 

2. Unsere Einrichtung stellt sich vor

 

Der Kindergarten St. Magdalena ist eine Einrichtung in der Trägerschaft der Kath. Kirchengemeinde St. Magdalena in Dortmund – Lütgendortmund.

53 Kinder im Alter von null Jahren bis zur Einschulung, werden in drei Gruppen betreut.

Gruppentyp I :        20 Kinder von 2 Jahren bis zur Einschulung

Gruppentyp II :      10 Kinder von 0 Jahren bis unter 3

Gruppentyp III :     23 Kinder von 3 Jahren bis zur Einschulung

Es werden 28 Plätze mit einer Betreuungszeit von 35 Stunden und 25 Plätze mit einer Betreuungszeit von 45 Stunden, angeboten.

Es werden Kinder mit erhöhtem Förderbedarf (Einzelintegration) wohnortnah betreut.

Die Einrichtung ist täglich geöffnet von 07.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Das Team setzt sich zusammen aus einer Leitung und 9 Fachkräften in den Gruppen. Davon eine Fachkraft für die Einzelintegration. Eine Erzieherin ist auf Honorarbasis für die zusätzliche Sprachförderung nach Delfin 4 tätig. Das Team wird ergänzt durch eine Küchenkraft und zwei Reinigungskräften.

 

 

 

 

2.1 Das Profil unseres Kindergartens

Unter dem Begriff Profil fassen wir einige charakteristische Merkmale unserer Kindergartenarbeit zusammen. Das Profil unseres Kindergartens hat sich im Laufe der Jahre entwickelt und besteht aus verschiedenen Elementen.

Die drei Gruppen in unserem Kindergarten sind aufgrund langjähriger Erfahrungen klar strukturiert. Wir haben eine halboffene Gruppenarbeit, d.h. die Kinder gehören zu einer festen Gruppe mit festen Bezugspersonen und ihnen vertrauten Kindern. Auf eigenen Wunsch und nach Absprache spielen die Kinder dann auch in anderen Bereichen des Kindergartens. Durch die teilweise Öffnung der Gruppen wird die Neugier der Kinder unterstützt. Es ergeben sich neue Kontakt- und Spielmöglichkeiten und ihr Selbstvertrauen wird gestärkt.

Ebenso bildet ein strukturierter Gruppenraum, der Freiflächen zum Bewegen, aber auch Rückzugsmöglichkeiten für Geborgenheit und zum Alleinsein bietet, eine notwendige Voraussetzung für eine altersgemäße Entwicklung und Bildung der Kinder. Dies wir unterstützt durch und einen strukturierten und für die Kinder überschaubaren Tagesablauf. Kinder und Erwachsene müssen Regeln kennen-, überdenken und dann auch lernen sie einzuhalten. Zu den Regeln gehören auch feste Bring- und Abholzeiten. Bei allen notwendigen Regeln berücksichtigen wir die Bedürfnisse und Interessen der Kinder, greifen ihre Ideen auf und unterstützen ihre Neugier.

Beobachtende Wahrnehmungen der Kinder, sind die Grundlage für unsere zielgerichtete und kontinuierliche Bildungsarbeit. Die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder werden in einer Bildungsdokumentation festgehalten, die nur den Erziehungsberechtigten zugänglich ist. Berücksichtigt werden auch die Situation der Kinder und ihrer Familien im Einzugsgebiet und im Umfeld unseres Kindergartens und in der Gemeinde.

Auf diesem Hintergrund entstehen die wechselnden thematischen Inhalte unserer Arbeit. Sie werden im Team besprochen und entwickelt und individuell unterschiedlich in den Gruppen durchgeführt.

Als familienergänzende Einrichtung und zum Wohle der Kinder, ist uns eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern besonders wichtig. Wir fördern diese durch zahlreiche Angebote, und sind in unserer Gemeinde ein Haus der Begegnung und des Glaubens.

2.2 Das Team

Unser Team besteht aus hochqualifizierten Fachkräften, die sich als Entwicklungsbegleiter der Kinder verstehen. Sie bringen sich mit ihrer gesamten Persönlichkeit und ihren individuellen Fähigkeiten ein und übernehmen Verantwortung in ihrer Arbeit. Die Zusammenarbeit der Mitarbeiter/innen in der Einrichtung ist geprägt von Toleranz, Teamfähigkeit, Offenheit, gegenseitiger Wertschätzung und Engagement. Bei der Weiterentwicklung ihrer Arbeit berücksichtigen die Erzieherinnen gesellschaftliche Veränderungen, entwicklungspsychologische Erkenntnisse und die Rückmeldungen der Eltern und Kinder. Die Mitarbeiterinnen setzten den kirchlichen Auftrag in ihrer Arbeit um.

Die Mitarbeiter-/innen treffen sich regelmäßig 1x wöchentlich zu Gesprächen im Gesamt – und im Gruppenteam. Einmal im Jahr finden Mitarbeitergespräche (einstündig), ein Konzeptionstag (ganztätig) und ein Teamtag (halbtägig) statt. Es selbstverständlich, dass sich jedes Team – Mitglied der Einrichtung gegenüber loyal verhält, keine vertraulichen Informationen nach außen hin weitergibt und sich seiner Vorbildfunktionen gegenüber den Kindern bewusst ist.

Die wöchentlichen Gesprächen nutzen die Mitarbeiter-/innen für den intensiven Austausch über ihre Arbeit und setzen die genannten Inhalte und Ziele in der Teamarbeit um. Inhalte dieser Gespräche sind:

  • Planung und Austausch
  • Themenauswahl zum Teil für alle Gruppen (z.B. Gottesdienste, Ausflüge, Feste und andere Aktivitäten) oder individuelle für einzelne Gruppen
  • Organisatorische Fragen
  • Reflexion der eigenen Arbeit
  • Kollegiale Beratung
  • Individuelle Fallbesprechung
  • Transfer von Fortbildungsinhalten

Alle Mitarbeiterinnen besuchen regelmäßig Fortbildungen und Arbeitskreise um neuste Entwicklungen zu erfahren, unsere Arbeit kritisch zu betrachten und Kontakte zu anderen Institutionen zu vertiefen.

2.3 Das Umfeld und Einzugsgebiet unseres Kindergartens

 

Da wir in unserer täglichen Arbeit von der Situation der Kinder und der Familie ausgehen, ist das Umfeld und Einzugsgebiet des Kindergartens besonders wichtig.

Der Kindergarten liegt mitten im Ortskern von Lütgendortmund, hinter der katholischen Kirche und dem Gemeindezentrum. In der Nähe befinden sich die städtisch - katholische Grundschule, die städtische Grundschule und eine Jugendfreizeitstätte.

Von Vorteil ist es, dass in direkter Nähe des Kindergartens eine S- Bahn – Station und der Busbahnhof liegen, die es ermöglichen, die Einrichtung auch ohne Auto schnell zu erreichen.

Durch günstige Parkmöglichkeiten direkt am Kindergarten ist die Einkaufsstraße mit ihren zahlreichen Geschäften, Arztpraxen, Banken usw. und den zweimal wöchentlich stattfindenden Wochenmarkt fußläufig zu erreichen.

Dieses direkte und auch das weitere Umfeld bieten für die Arbeit zahlreiche Anregungen. Im Laufe der Jahre haben sich Kontakte zu mehreren Einrichtungen ergeben, so zum Wohn- und Pflegezentrum St. Barbara, zu den Schulen, zum DLRG, zum Krankenhaus, der Freiwilligen Feuerwehr , der Polizei, der Gewerbegemeinschaft und dem Einzelhandel.

Das Wohnumfeld aus dem die Kinder kommen ist sehr gemischt und unterschiedlich – es reicht von Altbauwohnungen, über Einzelhäusern mit Gärten bis zu modernen Wohnsiedlungen. Besonders in den vergangenen Jahren ist Lütgendortmund durch Neubausiedlungen stark gewachsen und damit attraktiv für junge Familien.

Ebenso unterschiedlich sind die Spielmöglichkeiten der Kinder. Es gibt mehrere öffentliche Spielplätze, Parkanlagen ( z.B. den Volksgarten) und Schrebergärten. Die im Einzugsgebiet angebotenen zahlreichen Freizeitmöglichkeiten, wie Hallenbad, Fußballvereine, Reiten, Ballett und Turnenvereine, werden von den Kindern wahrgenommen.

2.4 Räumlichkeiten

Den Kindern steht ein großzügiges Raumangebot zur Verfügung. Es gibt drei große, helle Gruppenräume, die durch Raumteiler in verschiedene Bereiche aufgeteilt sind und ausgesuchtes Spiel- und Beschäftigungsmaterialien enthalten, sowie Freiflächen für viel Bewegung bieten. Zu jedem Gruppenraum gehört ein Nebenraum, der für unterschiedliche Zwecke genutzt werden kann, sowie ein Waschraum und eine Garderobe.

Für die Kinder stehen außerdem zwei Schlafräume und ein Wickelraum zur Verfügung.

Zum Kindergarten gehört ein großer Turn – und Bewegungsraum.

Auch die großzügige Eingangshalle und die Flure werden für Bewegungs-, Rollen- und Konstruktionsspiele genutzt.

Das große, hügelige, weitgehend naturbelassene Außengelände erstreckt sich rund um den Kindergarten und bietet den Kindern vielfältige Spielmöglichkeiten.

Genauen Einblick gibt der angefügte Lageplan der Einrichtung.

 

 

2.5 Zeiten

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Betreuungszeiten

35 Stunden : von 07:00 Uhr bis 14:00 Uhr

45 Stunden : von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr

 

Bringzeit

zwischen 07:00 Uhr und 08:30 Uhr

Um 08:30 Uhr wird der Kindergarten zur Sicherheit der Kinder abgeschlossen und es finden in den Gruppen Morgenrunden statt, die ein wichtiger Bestandteil unseres Tagesablaufes sind. Um Störungen zu vermeiden, wird die Eingangstür während dieser Zeit nicht geöffnet.

 

Abholzeiten

bei einer Betreuungszeit von 35 Stunden

1. Abholzeit 12:00 Uhr bis 12:10 Uhr

2. Abholzeit 13:45 Uhr bis 14:00 Uhr

Bei einer Betreuungszeit von 45 Stunden

3. Abholzeit 14:45 Uhr bis 15:00 Uhr

4. Abholzeit 15:45 Uhr bis 16:00 Uhr

Bürozeiten

für Anmeldungen und Gespräche

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 14:00 bis 15:30 Uhr

Individuelle Termine nach Absprache.

 

 

Elternsprechzeiten

Mit Eltern der Kinder unter 3 Jahren, findet halbjährlich, mit den Eltern der größeren Kinder einmal jährlich, ein ausführliches Entwicklungsgespräch statt.

Jedoch sind ganzjährig, nach Absprache mit den Erzieherinnen, Gesprächstermine möglich.

 

Ferienzeiten

Der Kindergarten ist während der Sommerferien für drei Wochen, sowie zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen. Die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeb 

 

 

 

3. Erziehungs – und Bildungsauftrag

 

 

3.1 Religiöse Bildung und Erziehung

 

 

Die Weitergabe des Glaubens und die religiöse Erziehung und Bildung der Kinder gehören zu unserem trägerspezifischen Auftrag und ist für alle Fachkräfte ein zentrales Anliegen. Der Kindergarten ist ein pastoraler Ort innerhalb der Gemeinde, mit eigenen Möglichkeiten und Angeboten. Die Eltern haben bewusst eine katholische Einrichtung für ihre Kinder ausgewählt und werden bei der Glaubenserziehung ihrer Kinder durch die Fachkräfte unterstützt. Die Erzieherinnen leben ihren Glauben im Alltag mit den Kindern in der Einrichtung. Die Familien erleben, dass sie willkommen sind, das jeder Mensch ein Geschöpf Gottes und von ihm geliebt ist. Jedes Kind wird morgens persönlich begrüßt und in ein kurzes Gespräch verwickelt. Das Lernen von religiösen Liedern und das regelmäßige Beten gehören zum Alltag in der Einrichtung. Mit Hilfe von bibl. Geschichten erfahren die Kinder viel über das Leben und die Lehre Jesu. Sie setzten sich in vielfältiger Weise mit den Inhalten auseinander und erleben so die Aussagen mit allen Sinnen. Verschiedenste Medien, Rollenspiele, Lieder, Meditationen, Mal – und Bastelangebote ermöglichen den Kindern den Zugang. Immer wieder werden die Eltern mit eingeladen an Angeboten teilzunehmen     z. B. das gemeinsame Singen religiöser Lieder oder die Teilnahme an Andachten.

Einen besonderen Stellenwert haben die religiösen Feste im Laufe des Kirchenjahres. Die Kinder erleben sie als besonderen Höhepunkte im Alltag. Die Erzieher-/innen erarbeiten mit den Kindern die Inhalte und gestalten mit ihnen gemeinsam die Feier. Gerade die Feste , die Familien in der Gesellschaft heute häufig sehr kommerziell erleben, werden in ihrem ursprünglichen Sinn und Wert erlebbar gemacht. Beispielsweise die Adventszeit als Vorbereitungszeit und den Nikolaus als heiligen Mann und Ostern als Fest der Auferstehung kennenzulernen, tut den Kindern gut und nimmt viel Druck von den Familien.

Gottesdienste die zu den Festen oder im Laufe des Jahres durchgeführt werden, finden in der Kirche oder in der Kapelle des Altenheimes statt. Die Gottesdienste werden mit den Kindern vorbereitet und mit ihrer Beteiligung durchgeführt. Eltern und Familienangehörige sind dazu herzlich eingeladen. Um die Kirche als einen besonderen Ort, in dem sie sich zu Hause fühlen können kennenzulernen, finden regelmäßige Besuche mit den Kindern dort statt. Gemeinsam oder in Kleingruppen besuchen die Kinder die Kirche. Manchmal geht es darum den Raum zu erleben oder es werden in dieser besonderen Atmosphäre, religiöse Inhalte vermittelt. Viermal im Jahr bereitet eine Gruppe von Eltern sogenannte Krabbelgottesdienst für alle Klein – und Kindergartenkinder der Gemeinde vor und führen diese selbständig durch. Angebote der Gemeinde werden an die Kinder weitergegeben oder mit ihnen zusammen wahrgenommen. Die Kinder besuchen die Senioren in der Altenstube oder im Wohn – und Pflegezentrum. Beim Gemeindefest und beim Basar erleben die Kinder das Gemeindeleben und das gemeinsame Tun von Eltern, Erzieher-/innen und Gemeindemitgliedern.

Die Fachkräfte vermitteln den Kindern durch einen sorgsamen Umgang mit der Natur das es die Schöpfung Gottes ist, um die die Menschen sich kümmern müssen. Es werden bestimmte Verhaltensregeln zum Schutz der Pflanzen und Tiere besprochen und eingehalten. Durch die Beobachtung von Tieren, Waldexkursionen und das Anlegen und Pflegen von Gemüsebeeten vertiefen die Kinder diesen sorgfältigen Umgang. Mülltrennung und ein sparsamer Verbrauch von Wasser sind für die Kinder nachvollziehbare Beiträge zum Umweltschutz.

Bei der Beschäftigung mit den verschiedensten Themen und Fragen, die die Kinder bewegen, wie Freundschaft, Tod, Angst oder Liebe ist immer die religiöse Dimension wichtig.

 

 

 

 

 

 

 

 

3.2 Alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung

 

Sprache ist das zentrale Mittel für Menschen um Beziehungen zur Umwelt aufzunehmen und sich dort verständlich zu machen. Sprachentwicklung beginnt mit der Geburt, erfolgt kontinuierlich im sozialen Umfeld und ist niemals abgeschlossen. Der Wortschatz und die Sprachentwicklung sind bei den Kindern, die in der Einrichtung betreut werden, sehr unterschiedlich.

Durch die Wertschätzung des Kindes und seiner Äußerungen fördern die Fachkräfte seine zunehmende Sprachkompetenz. Ein Klima des Vertrauens und vielfältige Anregungen unterstützen den sprachlichen Prozess.

 

Durch die alltagsintegrierte Sprachbildung haben die Kinder folgende Möglichkeiten:

–         Neugierde und Freude an der Sprache entdecken und entwickeln

–         Ihre Gefühle, Bedürfnisse, Meinungen, Gedanken zu benennen und sprachlich zum Ausdruck zu bringen

–         Ihren Wortschatz zu erweitern

–         Gesprächsregeln kennen lernen (Anderen zuhören, aussprechen lassen etc.)

–         Konflikte verbal zu bewältigen

–         Interesse an Buchstaben, Büchern und Freude am Geschichtenerzählen zu entwickeln

 

Die morgendliche, persönliche Begrüßung per Handschlag und die Ansprache eines jeden Kindes sind den Erzieherinnen besonders wichtig. So weit es die Zeit zulässt, kann hierbei schon ein jedes Kind seine Neuigkeiten erzählen.

 

In den Gesprächen, die im Tagesverlauf stattfinden, erhalten die Kinder ausreichend Gelegenheit ihre Erlebnisse und Erfahrungen (Wochenende, Lieblingssendung, Ausflüge) zu berichten. Alle Kinder, auch die eher ruhigeren und stilleren, werden ermutigt, sich aktiv an den Gesprächen zu beteiligen. Sie lernen dabei Regeln wie Zuhören, Ausreden lassen, Nachfragen, Gehörtes sinngemäß wiedergeben und verstehen, Regeln im sprachlichen Umgang einzuhalten, ihre Meinung zu äußern und sich auf ein gemeinsames Thema zu beziehen. In der Großgruppe haben die Gruppen einen „Sprechstein“, der reihum weitergegeben wird an dasjenige Kind, welches etwas erzählen möchte.

 

Sprachspiele, Kinderreime, Fingerspiele animieren die Kinder zum Mitsprechen. Durch das Singen von Kinderliedern, das Musik machen mit selbst hergestellten Musikinstrumenten, Geräusche erkennen, werden die Kinder im Hören geschult, für den Klang der Sprache sensibel gemacht und bekommen ein Gefühl für die Rhythmik der Sprache.

 

Bilderbücher, Geschichten und Märchen enthalten eine Vielzahl von Informationen und Ereignissen, über die sich ein Dialog zwischen den Kindern und der Erzieherin entwickeln kann. Durch das Vorlesen, Betrachten der Bilder und Erzählen werden die Kinder in ihrer Sprache, im Wortschatz und Sprachstil gefördert. Je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes können mit Hilfe des Bilderbuches Dinge benannt werden, die man dort sieht, Dinge und Ereignisse umschrieben werden, weiter „gesponnen“ und fantasiert werden. Außerdem können Vergleiche zur realen Umwelt der Kinder hergestellt werden. Das Kind wird dabei immer wieder neu sprachlich angeregt. Im Zusammenhang mit der Bilderbuchbetrachtung bieten die Fachkräfte den Kindern die Möglichkeit zu Malen, Basteln und Rollenspielen an oder die Geschichten werden verklanglicht.

Die Kinder haben die Möglichkeit, sich Bücher auszuleihen, eigene Bücher mitzubringen und regelmäßig die Bibliothek zu besuchen.

 

Schon in frühen Lebensjahren ahmen Kinder beobachtete Verhaltensweisen nach, wobei diese Spiele häufig von Selbstgesprächen begleitet werden. Mit zunehmendem Alter wird nicht nur Erlebtes, sondern auch Erdachtes nachgespielt. Die Kinder ahmen dabei das Verhalten von Personen, Tieren oder Figuren nach. Die Sprache ist beim Rollenspiel sehr wichtig. Sie dient dazu, das Spiel zu planen, Anweisungen zum Spiel zu geben, Szenen zu verbinden und sogar zu kritisieren, d.h. sie sprechen über das eigene Spiel. Kinder sind dann gleichsam „Schreiber“ ihrer Stücke, Spieler, Akteure, Regisseure und Kritiker.

Im Rollenspiel lernen die Kinder gemeinsam zu planen und zu spielen, sich in andere Rollen einzufühlen, andere zu akzeptieren und sich an gemeinsam aufgestellte Regeln zu halten. Im Kindergarten gibt es zu dem spontanen auch das angeleitete Rollenspiel (Theaterstücke) das von den Fachkräften begleitet wird, z.B. im Zusammenhang mit einem Bilderbuch.

 

Kinder begreifen ihre Umwelt über die Bewegung und Wahrnehmung. Durch Be-tasten, Be-greifen und durch den Umgang mit den Dingen machen sie selbstständig Erfahrungen. Die Dinge erhalten dabei für sie auch einen Namen-sie werden begriffen; sie erhalten einen Begriff von etwas.

Zur Unterstützung von Sprache sind viele Bewegungsspiele geeignet. Kinder lernen dabei nicht nur Begriffe zu bilden, sondern sich auch körpersprachlich auszudrücken. Für Kinder, die sich noch nicht so gut ausdrücken können, bedeutet dies auch, mit in die Gemeinschaft einbezogen zu werden und sich daran zu beteiligen. Darüber hinaus tragen die Bewegungsspiele, die häufig mit kleinen Liedern und Versen verbunden sind, dazu bei, die Freude am Sprechen zu wecken. Auch wenn jüngere Kinder anfangs noch nicht mitmachen können und nur zuschauen, nehmen sie dennoch viel wahr und beteiligen sich dann irgendwann mit Freude daran. Auch ruhige Kinder werden zum Mittun angeregt. Spielerisch lernen die Kinder ihren Wortschatz zu erweitern.

 

Die Leseecken der Einrichtung sind optisch im Raum abgegrenzt und attraktiv gestaltet mit Kuschelmatratzen und Kissen auf dem Boden. Die Bücher sind für die Kinder frei zugänglich und werden auch gemeinsam mit den Kindern ausgetauscht. Die Kinder bringen auch ihre Lieblingsbücher von zu Hause zum Betrachten mit. Themenbezogene Bücher liegen auch in allen anderen Bereichen der Einrichtung jeder Zeit bereit.

Tonmaterialien wie Hörspiele und Lieder sowie ein ausrangiertes Telefon gehören mit zum Angebot. Das spontane „Schreiben“ von Kindern, z.B. ein Brief an die Mutter, wird von uns unterstützt. Wir beschriften auch einige Bilder der Kinder. Dabei schreiben wir im Beisein der Kinder in Druckschrift und sprechen das Geschriebene mit. Das Kind erkennt dadurch, wie Sprache zu Schrift wird. Bestimmte Bereiche in der Gruppe, wie der Baubereich und der Rollenspielbereich, sind durch Schilder gekennzeichnet. Die Kinder können sich die Buchstaben ansehen, ihr Interesse an der Schrift soll geweckt werden. Durch das Legen oder Auffädeln von Buchstaben bringen die größeren Kinder Sprache und Buchstaben miteinander in Verbindung.

 

Die Sprachförderung der vierjährigen Kinder bis zur Einschulung, deren Förderbedarf bei Delfin 4 festgestellt wurde, ist fest in das für alle Kinder geltende Sprachförderkonzept eingebunden.

Alle Fachkräfte sind gemeinsam für die Sprachbildung und Förderung aller Kinder in der Einrichtung verantwortlich. Zur kontinuierlichen Verbesserung der alltagsintegrierten Sprachförderung besuchen alle Erzieherinnen regelmäßig Fortbildungen.

Die Entwicklung der Sprache jedes Kindes wird in einem gesonderten Beobachtungsbogen dokumentiert. Eventuelle Förderbedarfe werden dadurch frühzeitig erkannt und gemeinsam mit den Eltern und anderen Fachkräften wird dann ein Förderplan entwickelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

3.3 Bewegung

Bewegung ist eine elementare Form des Denkens (Schäfer, 2003)

Die Kinder bringen eine natürliche Bewegungsfreude und –Fähigkeit mit. Sie wollen die Welt mit allen Sinnen begreifen lernen. Der Bildungsbereich Bewegung zieht sich durch den gesamten Alltag und ist somit mit allen anderen Bildungsbereichen verbunden. Ein Mangel an Bewegung hat Folgen für die physische und psychische Entwicklung des Kindes. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Motorik (Grob- und Feinmotorik z.B. konstruieren, Stifthaltung) und der kognitiven Entwicklung. Bewegung regt den Spracherwerb, Rhythmik und das mathematische Verständnis an, so ist z.B. eine räumliche Orientierung / perspektivisches Denken zur Durchführung von Rechenvorgängen notwendig.

Für diese Erfahrungen wird den Kindern Raum gegeben sowohl zeitlich als auch räumlich und es werden Bewegungsanlässe geschaffen, die die Lebens – und Bewegungsfreude wecken, bzw. erhalten.

Die Einrichtung eröffnet den Kindern schon baulich, verschiedenste Bewegungsmöglichkeiten. So der entsprechend gestaltete große Flur, der Bewegungsraum und die Gruppenräume in der Einrichtung, als auch das große hüglige Außengelände, das weitgehend naturbelassen wurde. Dabei gibt es auch spezielle Angebote für die verschiedenen Altersgruppen (z.B. eigener Sandkasten für jüngere Kinder).

Die Fachkräfte geben den Kindern auch genügend Zeit, Raum und Gelegenheit, um alltägliche Bewegungsabläufe (z.B. das An- und Ausziehen) einzuüben und möglichst selbständig zu bewältigen

Neben vielen Freiräumen, gibt es aber auch angeleitet Angebote. Im Bewegungsraum erhalten die Kinder während des Freispiels Impulse durch die Erzieherinnen, die sie zu immer neuen Bewegungsabläufen motivieren. In Kleingruppen erproben sich die Kinder mit verschiedensten Geräten (Rollbretter, Seile, Schwungtuch). Sie erlernen Bewegungsspiele und werden an Entspannungsübungen herangeführt. Diverse Kleingeräte wie Bälle, Matten und Tücher stehen als freies Angebot zur Verfügung.

In den Gruppenräumen wird weitgehend auf das Sitzen auf Stühlen verzichtet. Teppiche, Podeste und größere Freiflächen regen zum Spielen auf dem Boden an.

Ebenso wichtig wie die Bewegung in der Einrichtung, ist die Bewegung draußen. Täglich haben die Kinder die Möglichkeit sich im Außengelände zu bewegen. Die Natur bietet verschiedenste Bewegungsanlässe. Die Kinder erkunden die nähere Umgebung und gehen in den Park oder Wald oder auf Spielplätze. Dort machen die Kinder nochmal andere Erfahrungen. Sie balancieren auf Baumstämmen oder springen über Pfützen. Waldtage gehören auch deshalb zum festen Programm der Einrichtung.

In regelmäßig stattfindenden Spielkreisen finden Bewegungsspiele, Fingerspiele, Abzählverse, Power – und Entspannungsspiele statt. Bewegungslieder begleiten die Kinder in ihrem Alltag.

Durch und in der Bewegung können die Kinder den eigenen Körper und damit auch sich selbst kennenlernen. Sie setzten sich mit den eigenen körperlichen Fähigkeiten auseinander und gewinnen ein Bild von sich selbst.

Bei den Bewegungsspielen lernen sie sich mit anderen abzusprechen, Regeln aufzustellen und sich daran zu halten.

Sie lernen spielerisch sich fortzubewegen z.B. Treppensteigen, und somit ihren eigenen Körper zu lenken und zu erfahren. Die Körperbeherrschung wird geschult.

Durch Bewegung können die Kinder Gefühle ausdrücken und erfahren Geborgenheit und Schutz z. B. wiegen.                                                                                                                              

Durch Bewegungsspiele lernen Kinder mit Erfolg umzugehen und Misserfolg zu verkraften. Die Gruppenfähigkeit wird geschult und zugleich können sie sich als Individuum fühlen. Somit wird Selbsterfahrung ermöglicht. Nur wenn ich mich selbst erfahren habe, kann ich von anderen lernen.

3.4 Weitere Bildungsbereiche

 

 

3.4.1 Bildungsbereich Körper, Gesundheit und Ernährung

 

Gesundheit ist kein Zustand, der vorhanden ist oder nicht, sondern eine Balance zwischen körperlichem und seelisch- geistigem Wohlbefinden, die im täglichen Leben immer wieder neu herzustellen ist. ( Weltgesundheitsorganisation, 1986 )

                    

Dieses erreichen wir in unserer Einrichtung mit folgenden Zielen und Wegen:

 

Unsere Ziele :

 

  • Körperwahrnehmung anregen
  • Körpersignale/- reize erkennen und schlussfolgernd handeln
  • Bewusstsein fördern
  • Körperliche Beweglichkeit steigern und motorische Fähigkeiten weiterentwickeln
  • Verantwortung für sich und seinen Körper übernehmen
  • Den Körper mit seinen Funktionen kennenlernen
  • Respektvollen Umgang mit Lebensmitteln vermitteln
  • Auf die eigene Gesundheit achten

 

Unsere Wege:

 

  • tägliches Angebot vielfältiger motorischer Aktivitäten ( laufen, hüpfen, rutschen, balancieren, rollen, Fahrzeug fahren usw.) drinnen und draußen
  • Körpererfahrungen durch angeleitete Bewegungsangebote
  • Angebote zur Entspannung / Powerspiele
  • Gezielte Bilderbuchbetrachtungen zum Thema Körper / Ernährung
  • Körperpflege
  • Gemeinsame Zubereitung von Nahrungsmittel
  • Selbständiges Tisch decken und spülen
  • Schöne Atmosphäre bei der Tischgemeinschaft schaffen
  • Gesunde Ernährung anbieten
  • Hygieneregeln erlernen und einhalten
  • Tischmanieren erlernen und einüben

 

3.4.2 Mathematische Bildung

 

Die Welt ist voll mit Mathematik.

Kinder zeigen früh ein ausgeprägtes Interesse für Zahlen und für Formen. Diese positive Wahrnehmung, der Welt der Zahlen, ist für das Kind von enormer Bedeutung. Dieses Interesse aufzugreifen und Möglichkeiten anzubieten sich auszuprobieren und zu experimentieren ist die Aufgabe der Kindertageseinrichtung. Die Durchführung gezielter Angebote im mathematisch- naturwissenschaftlichen Bereich, ergänzt die Förderung der individuellen Fähigkeiten der Kinder.

 

Ziele:

 

  • Schulung der Motivation, Aufmerksamkeit und Ausdauer
  • Vertrautheit und Anwendung der Zahlen von 1 bis 10
  • Überblick über den Zahlenraum von 1 bis 20
  • Kennenlernen geometrischer Formen und Figuren
  • Wahrnehmung von Mengenverhältnissen
  • Mathematik spielerisch und mit Freude zu erleben
  • Erkennen und benennen des Würfelbildes

 

Zum verwirklichen dieser Ziele ermöglichen die Erzieher-/innen folgende Angebote:

 

  • Nachlegen, realitätsbezogener Gegenstände (z.B. Blumen, Häuser), mit geometrischen Formen
  • Zahlen im Alltag erkennen und bewusst wahrnehmen (Stufen zählen, Hausnummern erkennen, Tisch decken)
  • Durch Tischspiele (z.B. „Mensch ärgere dich nicht“)
  • Durch Fingerspiele (z.B. „Oben auf dem Berge“)
  • Durch das Singen von Liedern (z.B. „das Flohlied“)
  • Durch kreative Gestaltungen (z.B. Falttechnik)
  • Gemeinsames Zählen, der anwesenden Kinder, in der Morgenrunde
  • Erlernen von Mengen durch gemeinsames Backen und Kochen
  • Erlernen geometrischer Formen durch das Konstruktionsmaterial
  • Regelmäßige Teilnahme an einem „Matheprojekt“ in der benachbarten Grundschule                  

 

 

3.4.3 Bildungsbereich Medien

Kinder wachsen mit einer Vielzahl von unterschiedlichsten Medien auf. Das medienpädagogische Angebote der Einrichtung, richtet sich an die Kinder, deren Medienerfahrung ein wichtiger Bestandteil , ihrer Lebenswelt sind.

Ihre Medienerlebnisse aufzugreifen und ihnen hierfür Verarbeitungsmöglichkeiten zu bieten ist ein wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit.

Ziele:

  • Die Kinder werden stark gemacht für ein souveränes Leben mit Medien.
  • Hilfestellung beim Verstehen und Verarbeiten von Medienerlebnissen
  • Kreative Gestaltung und Verwendung von verschiedenen Medien
  • Kritischen Umgang mit Medien erlernen
  • Medien als Werkzeug zur Wissensaneignung kennenlernen
  • Technik verstehen und begreifen

Methoden:

  • Gespräche über Gesehenes oder Gehörtes
  • Möglichkeiten zum Ausdrücken von Medienerlebnissen durch bildnerisches Gestalten, Rollenspiel, Bewegungsspiel.
  • Den Kindergartenalltag medial festhalten in Fotos, Film oder Tonaufnahmen.
  • Selbstgestaltete Bilderbücher
  • Nutzung von, im Kindergarten vorhandenen Medien wie Bücher, Kassettenrekorder, Fotoapparat, Computer , Beamer
  • Erforschen und verstehen von technischen Geräten durch selbstständigen Umgang oder das Auseinanderbauen defekter Geräte

3.4.4 Musisch- Ästhetische Bildung

 

Der musisch-ästhetische Bereich berührt alle Lebensbereiche des Kindes.

Ästhetische Bildung versteht sich als Ergebnis sinnlicher Erfahrung, die selber zu neuem Wissen führt. Singen- Musizieren- Musikhören ist wesentlicher Bestandteil der kindlichen Erfahrungswelt. Das Kind hat Freude am Hören und Produzieren vielfältiger Klangereignisse.

Besonders in den ersten Lebensjahren lernen die Kinder aus dem, was sie mit den eigenen Sinnen erfahren haben (was sie selbst „begreifen“). Solche Sinneserfahrungen und Ausdrucksformen im freien Spiel, Gestalten, Malen, Musik, Tanz, Bewegung, Rollenspiel und Singen sind sehr wichtig. Hierbei unterstützen die Fachkräfte, die Kinder im Kindergartenalltag, sowie mit angeleiteten Angeboten oder Projekten.

 

 

Unsere Ziele sind hierbei:

 

  • Förderung taktiler Wahrnehmung ( Tastsinn)
  • Experimentierfreude wecken
  • Förderung visuelle Wahrnehmung ( Sehsinn)
  • Fantasie und der kreative Ausdruck wird unterstützt
  • Sprachverständnis erweitern
  • Selbstwertgefühl / Selbstvertrauen wecken
  • Förderung der auditive Wahrnehmung ( Hörsinn)
  • Singfähigkeit entfalten
  • Mit Geräuschen, Klängen, Tönen sowie mit der Sprache spielen
  • Ausbildung des Gedächtnisses

 

 

Unsere Wege die Ziele zu erreichen:

 

 

  • Freies Spielen im Außenmatschbereich
  • Barfußlaufen auf verschiedenen Untergründen
  • Malen mit Händen, unterschiedlichen Stiften und Pinseln
  • Formen, Kneten und Gestalten mit verschiedenen Materialien wie Sand, Knete, Kleister, Farbe, Papier, Wolle, Holz u.s.w.
  • ansprechende und kindgemäße Raumgestaltung
  • Experimentieren mit Farben und Formen
  • Anreize zum Sehen schaffen, Beobachten mit Hilfe von Lupen
  • Wiedererkennen von Bildern / Geschichten
  • Angebote die zur Ruhe kommen lassen ( Kaleidoskop)
  • Lieder in der Gruppe singen
  • Verse, Reime mit Bewegung begleiten
  • Einsatz von rhythmischen Instrumenten
  • „Laut und Leise Spiele“ einbringen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.4.5 Naturwissenschaftlich - technische Bildung

 

 

"Die Menschen mit dem größten Forschungstalent und spielerischen Erfindungsgeist sind die unter 6 jährigen."(Reggio / Emilia)

 

 

Die Natur, ist ebenso wie der Mensch, eine Schöpfung Gottes. Sie muss bewahrt und beachtet werden. Für die Kinder bildet die Natur und das soziale Umfeld, in dem sie leben, eine erlebnisbetone Einheit. Für die Erzieher-/innen ist es ein großes Anliegen, den Kindern die Liebe und den sorgsamen Umgang mit der Natur, nicht nur mit den Pflanzen und Tieren, sondern auch mit dem eigenen Körper zu vermitteln.

 

Ziele:

 

  • Die Vermittlung von Lebenszusammenhängen in unserer Umwelt
  • intensive Wahrnehmung des Jahreskreises
  • Wecken der Neugierde und der Phantasie
  • Ausleben von Gefühlen
  • Schulung der Sinne
  • Eigene Lösungsansätze erarbeiten
  • Erkennen und beantworten der „Warum – Fragen“

 

Methoden:

 

  • Regelmäßige Nutzung des Außengeländes
  • Das Einsähen unterschiedlicher Pflanzen
  • Bepflanzung und Pflege der Beete (z.B. Tomaten und Salat)
  • Verarbeitung von selbst angepflanztem Obst und Gemüse (z.B. Äpfel – Apelsaft)
  • Regelmäßige Spaziergänge und Waldtage
  • Experimentieren und erforschen von Naturereignissen (z.B. wie entsteht Glatteis?)
  • Erforschen physikalischer Eigenheiten (z.B. Magnetismus)
  • Spielen und experimentieren mit Wasser

 

 

 

3.4.6 Ökologische Bildung

 

Pflanzen, Tiere und Menschen leben gemeinsam auf unserer Erde. Alle sind von einander abhängig, brauchen sich gegenseitig, stehen in Wechselbeziehung zueinander.

Über sinnliche und kognitive Erfahrungen lernen die Kinder ökologische Zusammenhänge zu verstehen. Die Kinder werden für die Natur sensibilisiert und ein verantwortungsvoller Umgang wird ihnen nahe gebracht!

 

Ziele:

 

  • Förderung eines sorgsamen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen
  • Erkennung dass sich das eigene Handeln, auf andere Menschen und die Umwelt, auswirkt
  • Kennenlernen natürlicher Lebenszyklen (Säen / Keimen / Wachsen / Sterben / Vergehen)
  • Wahrnehmung der Umwelt außerhalb der Einrichtung und Veränderungen miterleben
  • Kennenlernen einheimischer Sträucher, Pflanzen und Tiere
  • Schulung von umweltbewusstes Denken und Handeln

 

Um diese Ziele zu erreichen werden folgende Methoden in der Einrichtung angewandt:

 

  • Beobachtungsmaterialien wie Lupe, Füllgläser mit Deckel etc. stehen zur Verfügung
  • altersentsprechende Sachbücher/Nachschlagewerke stehen für die Kinder zur Verfügung
  • bewusster Umgang mit Energie und Wasser (Licht ausschalten wenn wir nach draußen gehen)
  • Umsetzung von Mülltrennung durch Visualisierung (Plakate)und Praktizieren (Entsorgung in Containern in Kita Nähe)
  • Einsäen verschiedener Pflanzen (Ostergras, Kresse, Sonnenblumen)
  • Regelmäßige Besuche im nahen Umfeld (Gärten)
  • Es finden regelmäßig Waldtage/ Waldausflüge statt um mit Hölzern, Erde oder Steinen eigene Spielideen zu entwickeln
  • Ausflüge werden, teilweise mit dem Bus, der Bahn oder zur Fuß, unternommen

 

3.4.7 Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

 

„Kinder brauchen Wurzeln und Flügel – Wurzeln, um zu wissen, wo sie herkommen und Flügel, um die Welt zu erkunden“

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

Durch den Eintritt in den Kindergarten erweitert ein Kind oft zum ersten Mal seinen sozialen Erfahrungsbereich. Seine sozialen, kulturellen und interkulturellen Erfahrungen werden vielfältiger und intensiver erlebt. Es knüpft erste Beziehungen über das Familienumfeld hinaus und erwirbt die Grundqualifikationen sozialen Handelns im Umgang mit unterschiedlichen Personen.

Voraussetzungen für soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung sind soziale und emotionale Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Einfühlungsvermögen, Feinfühligkeit, das Verständnis für andere Verhaltensweisen, die Fähigkeit, einen eigenen Standpunkt transparent zu vermitteln. Daraus ergibt sich die Fähigkeit, andere zu verstehen und selbst verstanden und respektiert zu werden.

 

Ziele:

 

  • Selbsterfahrungen aus der Wirkung des eigenen Verhaltens
  • Kenntnisse und Erfahrungen über andere Personen und         Verhaltensweisen vermitteln
  • Neugierde, Offenheit, Interesse wecken
  • Soziale Sensibilität stärken
  • Kontakt- und Kooperationsfähigkeit fördern
  • Toleranz und Rücksichtnahme erlernen
  • Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein und Kenntnis über eigene Stärken und Schwächen erfahren
  • Konstruktives Konfliktverhalten üben
  • Kritischen Umgang mit eigenen Urteilen/Vorurteilen lernen
  • Neugierde und Offenheit für Menschen aus anderen Kulturen

 

 

 

Durch die Wertschätzung eines jeden Kindes, Unterstützung durch die Erzieherinnen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen die Fachkräfte die Möglichkeiten, diese Ziele umzusetzen:

 

  • Eingewöhnungsphase nach dem Berliner Modell
  • Individuelle Begrüßung am Morgen
  • Individuelle Aufgaben, z. B. Tischdienst
  • Gleichberechtigte Kommunikation
  • Regelverständnis (Gruppenspiele mit Regeln, selber Regeln aufstellen, vereinbarte Regeln verstehen und einhalten, Regeln verändern)
  • Gesellschaftsspiele
  • Gemeinsames Kochen und Backen
  • Auseinandersetzung mit sich selbst (sich selbst malen und seine Familie)
  • Rollenspiele
  • Bewegungsangebote und -spiele
  • Gruppenprozesse fördern durch Angebote und Spiele:

                               - Namen kennen lernen

                               - jedes Kind in seiner Eigenheit akzeptieren

                               - genau zuhören

                               - verstehen, was der Andere sagt

                              - Gehörtes genau wiedergeben können

                               - Aufgaben gemeinsam lösen

                               - Streitigkeiten verbal austragen

                               - Dinge teilen

                               - Gefühle wahrnehmen, benennen und verstehen lernen

  • Wohnumfeld erkunden (Spaziergänge, kleine Einkäufe)
  • Außenaktivitäten (Theater)
  • Hausbesuche
  • Fremdsprachige Lieder singen
  • Gemeinsame Feste
  • Generationsübergreifende Begegnungen (Altenkrankenheim)

 

 

4. Grundlagen und Ziele unserer pädagogischen Arbeit

 

4.1 Die Eingewöhnung der Kinder in unseren Kindergarten

 

Mit der individuellen Eingewöhnung eines jeden Kindes, wird ein wichtiger Grundstein gelegt, damit es Sicherheit, Vertrauen und Selbstbestätigung erfährt und dadurch selbstständig und selbstbewusst nicht nur sich, sondern auch seine Umwelt entdecken kann. Für die Kinder bedeutet der Übergang vom Elternhaus in die Tageseinrichtung zunächst Stress und ist eine emotionale Belastung. Damit die Belastungen des Übergangs verringert werden, leben wir eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen.

Die Eigewöhnungsphase, die wir in Anlehnung an das „ Berliner Modell“ gestalten, wird den emotionalen Bedürfnissen der Kinder gerecht, weil sie ihnen Zeit gibt, sich mit den Eltern, als einer sicheren Basis im Hintergrund, an die neue Umgebung und an die anderen Kinder zu gewöhnen und ein erstes emotionales Band zu den Erzieherinnen zu knüpfen.

 

Die einzelnen Schritte der Eingewöhnungszeit

1. Elternabend

Alle Eltern werden gemeinsam zu einem Informationsabend in den Kindergarten eingeladen. Es geht um allgemeine Informationen zur Einrichtung, organisatorische Fragen und ein erstes Kennenlernen der Erzieherinnen und der Räumlichkeiten.

2. Schnuppernachmittag im Kindergarten

Gemeinsam knüpfen Kinder und Eltern an diesem Nachmittag einen ersten Kontakt zu den Erzieherinnen und erkunden die Räumlichkeiten.

3. Aufnahmegespräch

Kurz vor der Aufnahme des Kindes in die Einrichtung findet ein ausführliches Aufnahmegespräch statt. Dazu werden die Eltern zu Einzelgesprächen in die den Kindergarten eingeladen.

Hier ist Gelegenheit, anhand eines Fragebogens, in aller Ruhe, alle wichtigen Informationen über das Kind weiterzugeben (Ess – und Schlafgewohnheiten; besondere Vorlieben; Krankheiten; u.s.w.) und aufkommende Fragen zu klären.

4. Eingewöhnung in den Gruppen

Es beginnt die Grundphase der Eingewöhnung, die ca. drei Tage dauert: Das Kind hält sich 2 Stunden täglich mit einem Elternteil in der Gruppe auf. Die Eltern sollten während dieser Zeit eine stille Ecke im Raum aufsuchen und sich passiv verhalten. Sie sollten weder das Kind dazu drängen, sich zu entfernen, noch es zurückweisen, wenn es ihre Nähe sucht. Die Eltern sollten in der Zeit eine sichere Basis für ihr Kind sein. Es sollte in der Phase zu keiner Trennung kommen. Die Erzieherin beobachtet währenddessen das Kind und nimmt vorsichtig Kontakt über Spielangebote oder eine Beteiligung an seiner Aktivität auf. Sie drängt das Kind zu nichts.

Am vierten Tag der Eingewöhnung trennt sich das begleitende Elternteil erstmals für maximal 30 Minuten von dem Kind. Reagiert das Kind gleichgültig, ist es weiter an seiner Umgebung interessiert oder lässt sich beim Weinen von der Erzieherin beruhigen, kann die Trennung bis zu 30 Minuten dauern. Lässt sich das Kind nach dem Weggang der Bezugsperson nicht innerhalb kurzer Zeit von der Erzieherin beruhigen oder wirkt es verstört, kehrt das Elternteil in die Gruppe zurück. Über die Dauer der Eingewöhnung entscheidet nun die Erzieherin.

Für eine längere Eingewöhnungszeit, die ca. 14 Tage dauern kann, sprechen ängstliche oder wachsame Verhaltensweisen, Zurückhaltung gegenüber der Erzieherin, eine deutliche Orientierung zur Mutter oder zum Vater sowie deutliche Reaktionen auf die Trennung vom Elternteil (Nachfolgen, Rufen, Weinen) des Kindes.

Für eine kürzere Eingewöhnungszeit spricht ein selbstständiges Verhalten des Kindes, Vermeiden des Blickkontaktes zur Bezugsperson, geringer Widerstand gegen Körperkontakt zur Erzieherin und kaum sichtbare Interaktionen bei der Trennung vom begleitenden Elternteil.

Mit dem vierten Tag beginnt die Stabilisierungsphase, wobei bei der längeren Eingewöhnungszeit vorerst keine weiteren Trennungsversuche stattfinden. Hier übernimmt die Erzieherin zunehmend die Betreuung und Versorgung des Kindes, die Abwesenheit des Elternteils wird stufenweise verlängert. Dabei halten sich die Eltern immer in der Nähe auf, um bei Bedarf schnell zur Verfügung zu stehen.

Die Schlussphase tritt ein, wenn sich die Eltern nicht mehr in der Einrichtung aufhalten, aber jederzeit anrufbereit sind. Das Ende ist erreicht, wenn das Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert und sich dauerhaft von ihr beruhigen und trösten lässt. Das Kind kann hier noch Verhalten zeigen, in dem es lautstark gegen den Weggang der Eltern protestiert. Entscheidend ist, ob es sich jetzt von der Erzieherin rasch beruhigen lässt und sich danach interessiert und in guter Stimmung den angebotenen Aktivitäten zuwendet.

 

5. Im ersten Vierteljahr nach der Aufnahme des Kindes, wird jeder Familie ein Hausbesuche angeboten. Zwei Fachkräfte, aus der Gruppe des Kindes, besuchen das Kind für circa eine Stunde zu Hause. Dieser Besuch dient dazu das Kind in seiner gewohnten Atmosphäre zu erleben und so noch besser kennenzulernen.                                                                                                                                                                                  

 

 

 

4.2 Inklusion = Wertschätzung der Vielfalt in der Bildung und Erziehung

 

Der Gedanke von unantastbarer Würde des Menschen gehört zu den Fundamenten unseres christlichen Menschenbildes.

Jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum und unterscheidet sich von anderen Menschen. Unser Kindergarten ist ein Lebensraum für alle Kinder, die in vielfältiger Weise verschieden sind.

Daraus ergibt sich eine Vielzahl an Konsequenzen für unsere pädagogische Arbeit.

Für eine positive Entwicklung benötigen Kinder andere Kinder. In diesem Miteinander werden die vielfältigen sozialen Kompetenzen aller Kinder gefördert.

Durch das gemeinsame Spiel und die gemeinsame Betreuung lernen sie mit und voneinander und erhalten viele positive Impulse.

Diese Tatsache allein vermittelt jedem Kinder ein Gefühl von Dazugehörigkeit und jeder Menge Selbstbewusstsein.

Je nach Eigenart der Kinder benötigen sie unterschiedliche Rahmenbedingungen. Angebote werden so aufgebaut, dass alle Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten daran teilhaben können.

Dies gilt sowohl für die Inhalte, als auch für die Dauer der Angebote. Die Kinder erhalten ausreichend Zeit, sich unterschiedlicher Materialien mit allen Sinnen anzunehmen und vielseitige Erfahrungen zu sammeln. Freispielangebote, wie zum Beispiel das Klettern und Bewegen in der Turnhalle, werden so gestaltet und beaufsichtigt, dass alle Kinder daran teilnehmen können.

Regeln, die in der Einrichtung bestehen, werden immer wieder überdacht und angepasst, so dass jedes Kind die Möglichkeit hat sie zu verstehen und einzuhalten.

Unser inklusionspädagogischer Ansatz zeigt sich auch in der Gestaltung der Räumlichkeiten unserer Einrichtung. Jede Gruppe verfügt über einen Nebenraum, der individuelle und gezielte Kleingruppen und auch Einzelförderung ermöglicht. Es gibt viele Bewegungsmöglichkeiten in der Turnhalle, Freiflächen in den Gruppen, einen großen Flur und ein weitläufiges Außengelände. Im Ausgleich dazu haben die Kinder die Möglichkeit sich zurück zu ziehen und sich auszuruhen. Gemütlich gestaltete Ruheecken geben den Kindern dazu die Möglichkeit.

Die inklusive pädagogische Arbeit wird vom gesamten Team getragen. Eine Fachkraft für Inklusion ist schwerpunktmäßig zuständig. Sie besucht Arbeitskreise und Fortbildungen, ebenso vermittelt und hält sie den Kontakt zu den Therapeuten. Die Frühförderstellen werden regelmäßig von den Fachkräften besucht und die Therapeuten sind jeder Zeit in der Einrichtung willkommen. Alle Informationen werden in das gesamte Team hinein getragen, dort reflektiert und weiterentwickelt.

Um eine positive Entwicklung der Kinder zu unterstützen ist der kontinuierliche Austausch mit den Eltern wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Für Gespräche nehmen wir uns ausreichend Zeit und schaffen eine harmonische und vertrauensvolle Atmosphäre.

Der Besuch unserer Einrichtung ermöglicht den Kindern eine wohnortnahe Betreuung, mit sozialen Kontakten in ihrer vertrauten Umgebung. Dies erleichtert den Kindern auch den Übergang in die Schule und es wird eine Öffentlichkeit geschaffen, für die eine gesellschaftliche Eingliederung aller Menschen, mehr und mehr selbstverständlich wird.

 

 

 

4.3 Partizipation

…heißt gemeinsame Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Daraus ergibt sich der Anspruch, alle am Leben der Kita Beteiligten, entsprechend ihrer Möglichkeiten, an den Entscheidungen und Prozessen zu beteiligen. Voraussetzung hierfür ist die umfassende Information über die Abläufe und die Entscheidungen die anstehen.

 

…von Eltern

Der Kindergarten versteht sich als eine familienergänzende Einrichtung in der eine intensive Erziehungspartnerschaft zwischen Kindern, Eltern und Erzieherinnen gelebt wird. Die Fachkräfte arbeiten eng mit dem Elternbeirat zusammen, der als Vertretungsgremium für die Elternschaft, über alle Änderungen und aktuellen Themen informiert wird. Er berät mit und trägt seinerseits Ideen und Wünsche der Eltern an den Träger und das Personal heran. Gemeinsam werden die Themen erarbeitet und die Ergebnisse veröffentlicht. Durch den täglichen Kontakt in der Einrichtung haben Eltern jederzeit die Möglichkeit die Erzieherinnen anzusprechen. Anregungen werden aufgriffen und in der Dienstbesprechung an die anderen Fachkräfte weitergegeben. Es besteht für die Eltern die Möglichkeit in der Einrichtung zu hospitieren und die Abläufe persönlich kennenzulernen, zu hinterfragen und mitzugestalten.

Durch Umfragen werden die Wünsche der Eltern abgefragt. Dabei geht es um Betreuungszeiten ebenso, wie um Inhalte von Elternabenden. Veranstaltungen, wie Elternabende mit Referenten, Flohmärkte oder eine Disco für die Kinder, beruhen auf Ideen von Eltern und werden gemeinsam geplant und durchgeführt.

Bei Anliegen einzelner Eltern ihr Kind betreffend, werden Gespräche geführt. Reicht ein einfaches „Tür und Angelgespräch“ für die Thematik nicht aus, werden zeitnah Gesprächstermine angeboten und es gibt die Möglichkeit ein Formular auszufüllen. Der Inhalt wird dann, je nach Umfang und Tragweite des Anliegens, in der Dienstbesprechung, dem Elternbeirat oder dem Rat der Tageseinrichtung besprochen. Die Eltern erhalten auf jeden Fall eine schriftliche, durch Gespräche begleitete, Rückmeldung.

 

…….von Kindern

Die Kinder als Experten für ihre eigene Sache zu sehen, ist das Fundament auf dem die Fachkräfte sie an Entscheidungsprozessen beteiligen. Infolge dessen entscheiden die Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten die kleinen und großen Dinge ihres Alltagslebens und die Belange des Kindergartens mit.

Im freien Spiel entscheiden die Kinder nach Absprache und Möglichkeiten, mit wem, wo und wie lange sie sich mit etwas beschäftigen. Eine Beschränkung des Angebotes und eine übersichtliche Raumgestaltung ermöglichen auch kleinen Kindern diese Entscheidungen selbständig zu treffen. Eine Unterbrechung oder Beendigung ihrer Tätigkeiten von außen, wird von den Erzieherinnen rechtzeitig angekündigt und sprachlich begleitet, damit die Kinder sie nachvollziehen können.

Themen und Regeln in den Gruppen, werden mit den Kindern erarbeitet und regelmäßig diskutiert. Bei den Kindern, die sich nicht oder noch nicht sprachlich äußern können, wird durch Beobachten darauf geachtet, ihr Wünsche und Bedürfnisse zu beachten.

Bei Streitigkeiten werden die Kinder dazu ermutigt selbständig akzeptable Lösungsmöglichkeiten zu finden. Bei Bedarf werden sie dabei durch die Fachkräfte unterstützt.

Die Entscheidung für die richtige Kleidung für draußen, wird mit den Kindern überlegt, die Wetterlage wird besprochen und die entsprechenden Kleidungsstücke, die benötigt werden, werden dann anhand von Bildern für alle Kinder selbständig nachvollziehbar, festgelegt.

Die Möglichkeit, die Kinder ihrem Entwicklungsstand entsprechend, durch Abstimmungen an anstehenden Entscheidungen zu beteiligen, wird regelmäßig genutzt. Wenn es darum geht den Gruppenraum umzugestalten oder ein Ausflug geplant wird, bekommen die Kinder im Vorfeld Informationen über die Wahlmöglichkeiten. Sie stimmen dann entweder mit Hilfe von Handzeichen oder Steinchen die abgelegt werden, geheim oder öffentlich ab. Dies übt bei den Kindern demokratische Handlungsweisen und erhöht die Identifikation mit den Projekten. Die Kinder lernen Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen und mit den Konsequenzen zu leben.

 

Eine Infotafel im Flur informiert die Kinder mit Hilfe von Piktogrammen über wichtige Neuerungen oder besondere Aktivitäten.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.4 Qualitätsentwicklung

Bei der Festlegung der Qualitätsstandarts orientieren sich die Mitarbeiter/innen am KTK Gütesiegel.

Die Qualität der pädagogischen und religionspädagogischen Arbeit sowie die Umsetzung des Bildungsauftrags, wird durch regelmäßige Dienstbesprechungen und Reflexionen gesichert und ständig verbessert.  

Zur Qualitätsverbesserung steht den Fachkräfte des Weiteren, das Instrument der Prozessbeschreibung zu Verfügung, um Abläufe für alle Mitarbeiter-/innen verbindlich und nachvollziehbar zu regeln.

Die Planung von Projekten und besonderen Angeboten, wie Feste und Ausflüge, wird mit Hilfe von Formularen festgehalten. Diese dienen dazu, alle nötigen Schritte aufzuführen und Störungen schon im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden.

Ein weiteres Standbein der Qualitätssicherung ist die laufende Fortbildung des Personals in den verschiedensten, für die Einrichtung relevanten, Bereichen. Jährlich nimmt jedes Teammitglied an einem 1. Hilfekursus und an mindestens einer externen oder internen Fortbildungsveranstaltung teil.

Durch Treffen von Trägervertreter-/innen und Leitung ist der Träger in die Qualitätsverbesserungsprozesse mit einbezogen. Grundlegende Regelungen zwischen Träger und Leitung sind im Handbuch festgehalten.

 

 

 

 

 

 

 

4.5 Bildungsdokumentationen

 

Alle Kinder in der Einrichtung werden in ihrer Entwicklung begleitet und unterstützt und diese Entwicklung wird kontinuierlich schriftlich dokumentiert. In verschiedene Bildungsbereiche unterteilte Beobachtungsbögen dienen als Grundlage für die Dokumentation. In die Dokumentationen fließen auch die Informationen aus dem Aufnahmegespräch und die Beobachtungen von den Hausbesuchen ein.

Ein Austausch mit den Eltern, über den Entwicklungsstand der Kinder, findet regelmäßig in der Form von Elterngesprächen statt.

Bei den Kindern unter drei Jahren finden diese Gespräche in einem Abstand von einem halben Jahr statt. Bei den älteren Kindern einmal im Jahr und bei Bedarf.

Am Ende der Kindergartenzeit wird die Dokumentation an die Eltern ausgehändigt 

 

5. Betreuungsangebot und Inhalte

5.1 Neuaufnahmen

Die Neuaufnahmen der Kinder erfolgen jeweils zu Beginn des Kindergartenjahres, zum 01. 08.

Nach einer Bedarfsabfrage im Herbst, benachrichtigt die Leitung in Absprache mit dem Träger, die Familien, denen ein Kindergartenplatz angeboten werden kann. Dies richtet sich nach der Angebotsstruktur der Einrichtung und der Anzahl der freien Plätze.

Die Platzvergabe erfolgt durch die im Rat der Tageseinrichtung festgelegten Kriterien.

Danach werden die Eltern zu einem Informationsabend eingeladen. Dort werden Sie über die religionspädagogische Zielsetzung, die nötigen Formalitäten, das Erziehungs – und Bildungskonzept, den Tagesablauf, die Eingewöhnungsphase, die Gremien des Kindergartens und die Gruppenzugehörigkeit des Kindes informiert.

 

 

5.2 Betreuung und Pflege der Kinder unter 3

 

 

Die ersten Lebensjahre sind äußerst bedeutungsvoll für das weitere Leben und die Entwicklung der Kinder. Die besonderen Aufgaben der Bildung und Erziehung von Kindern unter drei Jahren sind eingebettet und getragen in unserem Gesamtkonzept.

 

Eine gelungene Eingewöhnung in die Kindestageseinrichtung ist von elementarer Bedeutung, sowohl für das Kind, als auch für die Eltern, die Erzieherinnen und die gesamte Zeit in der Einrichtung. Ziel der Eingewöhnung ist, dass sich das Kind vorübergehend von seiner bisherigen Bezugsperson trennt und zu den Erziehern -/innen eine feste Bindung aufbaut. Wie die Eingewöhnungsphase genau gestaltet wird, ist im Kapitel „Die Eingewöhnung“ nachzulesen.

 

Die Erzieherinnen verfügen über ein umfassendes Wissen über die Entwicklung eines Kleinkindes und unterstützen die Kinder, in ihrer Entwicklung und Eigenaktivität. Bedürfnisse, die die Kinder haben, nehmen sie wahr und bieten ihnen Zeit und Raum diese zu befriedigen.

Die Einrichtung bietet Platz für 16 Kinder unter 3 Jahren. Diese 16 Plätze sind auf zwei Gruppenformen aufgeteilt (Gruppenform I : 20 Kinder im Alter von 2 bis 6 oder Gruppenform II : 10 Kinder im Alter von 0 bis unter 3Jahren).

In beiden Gruppenformen wird auf eine gute Altersmischung geachtet.

Durch die Altersmischung können die Kinder eine Beziehung zu älteren Kindern aufbauen, sie orientieren sich an den Anderen, die Kleinen lernen von den Großen. In alltagspraktischen Dingen entwickeln die Kleinen schnell große Selbstständigkeit. Die Großen erlernen Rücksichtnahme und vermitteln den Kleinen einfache Gruppenregeln und Normen. Die Großen reagieren spontan auf die Kleinen, ohne pädagogischen Auftrag. Die Jüngeren regulieren ihre Reize in der Regel selbst, in dem sie sich bei Überforderung entziehen.

Wird durch die Altersstruktur der Gruppen ein Wechsel der Kinder innerhalb der Einrichtung nötig, werden die Eltern rechtzeitig informiert und mit den Kindern ein sanfter, liebevoller Übergang gestaltet (siehe auch unter: Übergang von U3 zu Ü3)

 

Der Tagesablauf der U3 Kinder kann sich von dem der Älteren unterscheiden. Er wird in der Einrichtung flexibel und individuell, je nach den aktuellen Bedürfnissen der Kinder, gestaltet. Gerade die jungen Kinder mögen gerne vertraute Dinge und Abläufe und orientieren sich an den Ereignissen die aufeinander folgen.

 

Die Körperpflege ist ein Teil unserer pädagogischen Arbeit, bei der man gut Bindungen zu einem Kind aufbauen und vertiefen kann. Die Pflege verlangt viel Feinfühligkeit und Achtung vor der Würde des Kindes. Deshalb nehmen die Fachkräfte sich Zeit, das Kind in einer ruhigen und behüteten Umgebung zu wickeln. Sie begleiten sprachlich dabei ihre Handlungen und interagieren mit dem Kind.

 

Die Kinder bekommen in der Einrichtung eine gesunde, warme Mittagsmahlzeit. Diese Mahlzeit wird dem Entwicklungsstand der Kinder, entsprechend zubereitet. Das Frühstück wird den Kindern von den Eltern mitgegeben. Dafür gibt es in der Einrichtung festgelegte Kriterien, über die alle Eltern informiert sind. Getränke werden von der Einrichtung gestellt. Bei allen Mahlzeiten steht neben einer gesunden Ernährung, die Freude am Essen der Kinder im Vordergrund. Die Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Die Mahlzeiten werden begleitet von bestimmten Tischsitten und Ritualen, die den Kleinen besonders entgegenkommen. Sie wird gemeinsam mit einem Gebet begonnen. Dies festigt die Konzentration und würdigt das Essen. Das Essen findet ohne äußere Störungen statt, wie zum Beispiel Telefon - oder Türklingeln. Durch das gemeinsame Essen bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation. Durch die Tischgemeinschaft erhält die Mahlzeit einen größeren Wert als nur den der Nahrungsaufnahme.

 

In den Gruppenräumen findet man verschiedene Spielbereich, sowie einen hellen Bereich zum Malen. Die Kinder haben die Möglichkeit sich zurück zu ziehen, um Bücher zu betrachten und zu „lesen“. Spielpodeste und Freiflächen, regen zum Bewegen und Bauen an. Die Spielbereiche sind strukturiert angeordnet, orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und an ihrem Alter. Die Kleinen haben ihre eigenen Spielmaterialien.

In der Kindertageseinrichtung haben Kinder eventuell ein größeres Ruhebedürfnis als zu Hause. Neben den Rückzugsmöglichkeiten, die die Kinder in der Gruppe finden, gibt es zwei Schlafräume, die den jüngeren Kindern und denen mit einem großen Schlafbedürfniss   jederzeit zur Verfügung stehen. Für die übrigen Kinder gibt es feste Ruhe- und/oder Schlafenszeiten nach dem Mittagessen. Diese Zeiten geben dem Tag eine Struktur und bieten den Kindern Orientierung. Schlafen heißt: Sich fallen lassen. Das geht nur, wenn man sich sicher fühlt und in der Situation Vertrauen hat. Wir haben für die Kinder zwei Schlafräume, in denen jedes Kind seinen festen Schlafplatz hat. Die Kinder schlafen in Schlafanzügen , in ihrem eigenen Schlafsack. Der Raum ist abgedunkelt, aber nicht stockfinster. Vertraute Gegenstände, wie Schnuller, Schnüffeltuch, Kuscheltier oder Ähnliches sollen die Kinder mitbringen, weil sie das Einschlafen erleichtern. Eine Erzieherin ist während der Schlafphase im Raum und wecken nach der Schlafenszeit die Kinder liebevoll.

 

Die Entwicklung der Kinder wird sehr zeitnah und in engen Zeitabschnitten dokumentiert.

Der tägliche und direkte Austausch mit den Eltern ist in dieser Alterssphase besonders wichtig. Die Zeit dafür wird während der Bring- und Abholzeiten eingeplant.

Längere Entwicklungsgespräche finden im vierteljährlichen Abstand statt.

 

Gruppenübergreifende Aktivitäten, alle Feste und Aktivitäten der gesamten Einrichtung, werden stets so geplant das Kinder aller Alters- und Entwicklungsstufen daran teilnehmen können.

 

 

4.5.1 Der Übergang von den Kindern aus der Gruppe U 3 in die Gruppe Ü 3       Jahren.

Alle Kinder die im Alter von 0 bis unter 3 in den Gruppentyp 2 aufgenommen werden, wechseln im Alter von 3 Jahren innerhalb der Einrichtung, die Gruppe. Die Eltern werden bereits bei der Aufnahme der Kinder über diesen Wechsel informiert.

Dieser Wechsel der Kinder findet in der Regel zum Ende des alten Kindergartenjahres, also im Juni/ Juli statt.

Zu diesem Zeitpunkt, vor den Neuaufnahmen, ist ausreichend Zeit die Kinder zu begleiten.

Vorbereitet wird der Übergang bereits im Laufe des Jahres, durch regelmäßige, gegenseitige Besuche, sowohl der Kinder untereinander, als auch der Erzieherinnen aus den verschiedenen Gruppen. Die Kinder unter drei werden bei diesen Besuchen von ihrer Bezugserzieherin begleitet.

Zeitnah vor dem Wechsel werden die Eltern, zu einem Elterngespräch mit der bisherigen Bezugserzieherin und der zukünftigen Erzieherin, eingeladen. Es handelt sich dabei um eine Art Übergabegespräche, wo es darum geht wichtige Informationen über das Kind auszutauschen damit die Dokumentation und die Förderung des Kindes kontinuierlich weiter geführt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

5.3 Kinder im letzten Kindergartenjahr

Die Maxigruppe und der Übergang zur Grundschule

 

Die älteren Kinder – unsere Maxis – erhalten ein Jahr vor Schulbeginn besondere, altersgemäße Anregungen, die ihnen den Übergang zur Grundschule erleichtern sollen.

 

Zu den Maxis gehören die Kinder, die im darauf folgenden Jahr eingeschult werden. Deren Eltern werden im Vorfeld zu einem Info–Nachmittag in den Kindergarten eingeladen.

Unser Maxi – Treff findet im Rahmen der Betreuungszeit in der Form von Projektarbeiten statt. Die Kinder beschäftigen sich in kleinen Gruppen mit besonderen Themen.

Im Rahmen der Projekte machen wir kleinere Ausflüge und arbeiten mit verschiedenen Kooperationspartnern z. B. Krankenhaus, Feuerwehr, DLRG, Bücherei zusammen.

Um den Übergang zu den Grundschulen zu erleichtern, finden in diesem letzten Kindergartenjahr gegenseitige Besuche mit verschiedenen Aktionen statt (Matheprojekt, Unterrichtsbesuche, Vorleseaktion)

Erste Kontakte mit der Schule und den Lehrer/innen werden so ermöglicht.

Der Abschluss der Maxizeit wird feierlich gestaltet.

 

 

 

 

 

5.4 Betreuung 45 Stunden

 

Es werden 25 Plätze für Eltern die eine Betreuung von 7.00 bis 16.00 Uhr brauchen, angeboten.

Diese Kinder werden bis 14.00 Uhr, gemeinsam mit den übrigen Kindern, in den drei Gruppen betreut.

So ist es ihnen möglich, gemeinsam mit allen Kindern, das Mittagessen einzunehmen.

Die Kinder in der Ganztagsbetreuung bekommen immer ein warmes Mittagessen, welches von einem Caterer jeden Tag frisch gekocht und geliefert wird.

Die Eltern sind verpflichtet das Essen, zusätzlich zum Elternbeitrag, zu bezahlen.

Nach dem Mittagessen begleitet eine Erzieherin die Kinder in den Ruheraum. Dort haben sie die Möglichkeit sich in einem eigenen Bett zu entspannen oder zu schlafen.

Um den Kindern die nötige Verlässlichkeit zu gewährleisten, wird von uns eine Anwesenheit bis mind. 14.00 Uhr vorgeschrieben.

Am Nachmittag treffen sich diese Kinder in einem Gruppenraum und werden dort betreut.

Durch die lange Betreuungszeit und einen beständigen Tagesablauf, erlangen die Kinder eine besondere Vertrautheit zu den Erzieherinnen und zu den Räumlichkeiten. Sie erleben unsere Einrichtung als eine Art „zweites Zuhause“.

Wir legen Wert auf einen strukturierten Tagesablauf, der den Kindern Sicherheit bietet.

Der Tag ist gegliedert durch immer wieder kehrende Rituale (Morgenrunde mit Begrüßung, Mittagessen, Ruhezeit).

Die Ritualen werden immer von einem passenden Gebet begleitet.

Die gemeinsame Betreuung am Nachmittag bietet den Kindern die Möglichkeit, verschiedene Bereiche unserer Einrichtung kennenzulernen und somit auch die Möglichkeit unterschiedlichste Kontakte zu Kindern als auch zu Erzieherinnen anderer Gruppen zu knüpfen. Dadurch werden die Kinder in ihrem Sozialverhalten gestärkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

6. Zusammenarbeit

6.1 Zusammenarbeit mit den Eltern

                                            

Bei unserer Einrichtung handelt es sich um eine familienergänzende und - unterstützende Einrichtung. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist deshalb für uns unverzichtbar. Dabei sind uns speziell diese Punkte sehr wichtig:

 

  • Gespräche und Kontakte mit den Eltern, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, damit sich Ihre Kinder von Beginn an bei uns wohl und angenommen fühlen
  • Berücksichtigung der Lebenssituation in den Familien
  • eine aktive Mitarbeit von Eltern
  • der Austausch von gegenseitigen Erwartungen und Vorstellungen
  • die Förderung der Verständigung der Eltern untereinander

 

Zeit für kurze Tür- und Angelgespräche findet sich in der Bring – und Abholzeit fast immer.

Diese Gespräche dienen dem allgemeinen oder aktuellen Informationsaustausch zwischen den Eltern und den Erzieherinnen. Sollten die Eltern ein Anliegen haben, das in Ruhe besprochen werden sollte, nehmen wir uns die Zeit für einen gesonderten Gesprächstermin.

Regelmäßig finden Elternsprechtage statt, an denen die Fachkräfte, die Eltern über die Beobachtungen bezüglich des Entwicklungsstandes Ihres Kindes informieren.

Zusätzlich haben die Eltern nach vorheriger Terminabsprache die Möglichkeit zur Hospitation in der Einrichtung. Dadurch bekommen Sie einen Eindruck vom Ablauf der Arbeit in der Gruppe. Zum kurzen Informationsaustausch stehen wir jederzeit auch telefonisch zur Verfügung.

 

Damit alle Eltern sich über Termine und andere wichtige Belange informieren können, hat die Einrichtung einen Schaukasten, Informationstafeln im Eingangsbereich und vor jeder Gruppe. Über Besonderheiten informiert das Team die Eltern durch Briefe. Informationsbroschüren liegen aus. Es besteht für die Eltern die Möglichkeit, sich regelmäßig in den Räumlichkeiten der Einrichtung zu treffen, um sich auszutauschen und zu engagieren.

Ebenfalls finden im Laufe des Jahres Veranstaltungen mit und für Eltern statt, wie Schultütenbasteln, Elternabende zu pädagogischen Themen, Informationsaustausch über das Maxitreffen, Informationen vom DLRG und der Polizei.

Das Gesetz sieht darüber hinaus Gremien vor, die die Zusammenarbeit fördern.

Der Elternrat wird zu Beginn des Kindergartenjahres in der ersten Elternversammlung gewählt. Die Elternschaft wählt, pro angefangene 20 Kinder, ein Vertreter und einen Stellvertreter in den Elternrat.

Der Elternrat hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen den Erziehungsberechtigten, dem Träger der Einrichtung und den in der Einrichtung pädagogisch tätigen Kräften zu fördern und das Interesse der Erziehungsberechtigten für die Arbeit der Einrichtung zu beleben.

Der Rat der Tageseinrichtung setzt sich aus Vertretern des Kirchenvorstandes und des Elternrates zusammen, sowie aus den in der Einrichtung tätigen pädagogischen Mitarbeiterinnen.

 

Wir freuen uns immer über Anregungen und Ideen und viele helfende Hände aus der Elternschaft.

 

 

6.2 Zusammenarbeit mit dem Träger

 

Die Einrichtung befindet sich in der Trägerschaft der Kath. Kirchengemeinde St. Magdalena in Dortmund – Lütgendortmund.

Es gibt eine enge Verbundenheit mit der Gemeinde vor Ort, die sich in der Namensgebung und der Teilnahme an einer Reihe von Gemeindeaktivitäten , wie dem Gemeindefest, dem Basar oder den Gottesdiensten für Kleinkinder, ausdrückt.

Zwei Trägervertreterinnen aus dem Kirchenvorstand sind zuständig für alle rechtlichen, finanziellen, personellen und inhaltlichen Belange des Kindergartens.

Es finden regelmäßige Dienstgespräche zwischen der Leitung und den Trägervertreterinnen statt.

Die Leiterin der Einrichtung ist ständiges Mitglied im Pfarrgemeinderat. Hier werden Absprachen getroffen und auch die inhaltliche Zusammenarbeit vertieft.

Die Fachkräfte nehmen an den Gottesdiensten der Gemeinde teil

 

 

6.3 Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

 

Der Kindergarten verfügt über ein ausgeprägtes Netz an Kooperationspartnern, mit denen die Fachkräfte, an den verschiedensten Stellen zusammenarbeitet.

Diese Zusammenarbeit dient dazu den Kindern Übergänge zu erleichtern, Eltern zu begleiten und zu beraten oder den Erziehungs- und Bildungsauftrag zu verwirklichen.

Mit folgenden Einrichtungen, Arbeitskreisen und Personen besteht eine enge Zusammenarbeit:

  • Grundschulen vor Ort
  • Familienbüro der Stadt
  • Frühförderstelle der Caritas in Huckarde
  • Lebenshilfe
  • Beratungsstelle für hörgeschädigte Kinder Bochum
  • Autismus Zentrum Unna
  • Arbeitskreis § 78
  • Runder Tisch aller TEK`s und Schulen
  • Runder Tisch des Flüchtlingswohnheims
  • DLRG
  • Polizei
  • Dekanatsarbeitskreis
  • PGR
  • Zahnarzt

 

 

 

 

 

7. Prävention und Kinderschutz

Der Auftrag zum Kinderschutz ergibt sich für die Einrichtung, in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, aus dem §8a SGBVIII.

Dieser Schutzauftrag ist in der Einrichtung ein Teil des Alltags. Im Zusammenleben mit den Kindern, beobachten, erkennen und beurteilen die Erziehrinnen, wie es den Kindern geht, ob sie körperlich und seelisch in einer guten Verfassung sind. Ergeben sich dabei Beobachtungen, die darauf schließen lassen, dass es den Kindern an etwas mangelt (Pflege, Ernährung, Förderung, Schutz) finden kollegiale Fallbesprechungen und Elterngespräche statt.

Durch eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit nehmen die Eltern die Fachkräfte auch in schwierigen Situationen und Krisen in der Familie, als Gesprächspartner wahr und nutzen deren Hilfsangebote.

Die Erzieher-/innen verfügen darüber hinaus, über Informationen und Ansprechpartner in Einrichtungen die Hilfestellung geben können, wenn ihre Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Die Angebote von Beratungsstellen und dem örtlichen Jugendamt werden durch sie an die Eltern weitergegeben. Die Fachkräfte bieten, bei für die Eltern schwierigen Besuchen, auch eine Begleitung an.

Sind Eltern nicht in der Lage Hilfsangebote anzunehmen oder um zu setzten und das Wohl des Kindes dadurch in Gefahr ist, wenden die Erzieher-/innen sich an die Ansprechpartner beim Jugendamt. Über diesen Schritt werden die Eltern selbstverständlich, ebenso wie der Träger, im Vorfeld informiert.

Alle Beobachtungen, Vorgänge und Gespräche werden durch die Fachkräfte dokumentiert.

Durch Fortbildungen, persönliche Kontakte und Infomaterial wissen die Erzieher-/innen über die Arbeit des örtlichen Jugendamtes Bescheid und stehen den Eltern professionell zur Seite.

 

8. Öffentlichkeitsarbeit

 

Um eine größtmögliche Transparenz der Arbeit zu erreichen arbeiten die Fachkräfte eng mit der örtl. Presse zusammen. Aktivitäten werden bekannt gemacht und für den Sozialraum geöffnet. Das im Pastoralen Raum ausgegeben Pfarrblatt ist ein weiterer Pfeiler der Informationsweitergabe nach außen.

Regelmäßig stattfindende Tage der offenen Tür ermöglichen allen Interessierten einen Einblick in die Arbeit der Einrichtung.

Des Weiteren gehört ein aktuell gestalteter Internetauftritt, innerhalb der Gemeindeseite, zum Konzept der Öffentlichkeitsarbeit.